Situationen
Die meisten Menschen, die sich bei mir melden, können ihr Problem gut beschreiben. Was ihnen fehlt, ist jemand, der es kennt, ohne es kleinzureden. Vielleicht steht deine Situation hier. Vielleicht ähnelt sie einer davon nur. Beides reicht für ein Telefonat.
Die Angst, das Falsche zu tun
Du bist erfolgreich, zumindest logisch betrachtet. Dennoch fühlst du kein Glück, keine Zufriedenheit, sondern den Druck, immer weiter kommen zu müssen. Es klappt ja alles, und trotzdem ist es nicht das, was du dir vorgestellt hast.
„Mir geht es doch gar nicht schlecht“, sagst du dir. Und dann ist da trotzdem etwas.
Hier gibt es keine eine Situation, an der wir arbeiten können. Deshalb fangen wir nicht bei den Schritten an, sondern beim Ziel. Meine erste Frage: Wann genau hast du das Gefühl, dein Ziel erreicht zu haben, und was wirst du dann können oder tun?
Was danach anders ist: Du triffst deine Entscheidungen selbst und weißt, woran du merkst, dass sie richtig waren.
So arbeiten wir daran
Die Angst vorm Publikum
Dieser Moment, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Dein Herz pocht, dein Mund ist trocken, deine Gedanken kreisen und deine Gefühle fahren Achterbahn.
„Wie mache ich, dass das aufhört?“, fragst du dich jedes Mal wieder.
Wahrscheinlich findest du die Antwort auf den ersten Blick zu einfach: mit dem richtigen Warum und einfachen Übungen.
Diese Techniken habe ich selbst genutzt, um mich auf den Einstellungstest bei Lufthansa vorzubereiten. Ich nutze sie heute noch, wie viele andere Piloten, um im entscheidenden Moment das Richtige zu tun.
So arbeiten wir daran
Die Angst, dass sich nichts ändern wird
Obwohl du dich immer bemühst, dich sogar aufopferst, werden deine Wünsche übergangen oder ignoriert.
Die Krönung: „Darum habe ich dich nie gebeten.“
Du musst nicht an Wut und Trauer verzweifeln, weil andere deinen Wert nicht erkennen und dir nicht die Anerkennung geben, die du verdient hast.
Sobald du dich und deine Leistung nicht mehr unter Wert verkaufst, kannst du dafür erst wirklich anerkannt werden. Entdecke deinen Stolz und genieße dein Leben, ohne Angst anzuecken.
So arbeiten wir daranDie Angst vor der Ohnmacht
Du willst mit deinen Kindern in den Urlaub fliegen oder ganz entspannt spazieren gehen, ohne Angst vor Hunden. Schon vorher spürst du innere Anspannung, Verkrampfung, bis hin zu gefühlter Panik.
„Ich will einfach nur ein ganz normales Leben“, ist der kleinste Anspruch, den du dabei haben darfst.
Als Pilot gehört es für mich zum Alltag, zu wissen, was ich nicht will: zu wenig Kerosin, zu starke Winde, schlechte Sichten. Wichtiger ist es, zu definieren, was du konkret fühlen und erleben möchtest.
Mit einem klaren Ziel können wir den richtigen Weg für dich finden. Denn richtig kommt von Richtung.
So arbeiten wir daran
Die Angst, erst hinterher die richtige Antwort zu wissen
Jemand sagt etwas Spitzes, und du sagst nichts. Zehn Minuten später fällt dir ein, was du hättest antworten können. Manchmal liegt der Satz noch tagelang in dir.
„Warum fällt mir das immer erst zu spät ein?“
Schlagfertigkeit heißt, Schläge fertig zu haben. Es geht nicht darum, schneller zu denken, sondern vorher gedacht zu haben. Wir gehen die Situationen durch, in denen es dich trifft, und legen dir Antworten zurecht, die zu dir passen.
So arbeiten wir daranDie Angst, jemanden zu enttäuschen
Du sagst zu, obwohl du längst zu viel hast. Nicht weil du willst, sondern weil ein Nein sich anfühlt, als müsstest du dich rechtfertigen.
„Ich mache das schon“, sagst du. Und ärgerst dich, sobald du aufgelegt hast.
Wer immer ja sagt, dessen Ja wird wertlos. In Projekten, in der Familie, überall. Du verzettelst dich, und niemand hat etwas davon.
Dabei wollen Menschen oft gar nicht, dass du es machst. Sie wollen wissen, ob es möglich ist und ob es sinnvoll ist. Das ist eine andere Frage, und sie verdient eine ehrliche Antwort.
So arbeiten wir daranDie Angst, benutzt zu werden
Du gehst aus einem Gespräch und weißt nicht, warum du dich schlecht fühlst. Erst später merkst du, dass du zu etwas gebracht wurdest, das du gar nicht wolltest.
„Wie ist das eigentlich passiert?“
Die meisten Muster sind erstaunlich wenige und immer dieselben. Wer sie einmal von außen gesehen hat, erkennt sie im Gespräch, nicht erst auf dem Heimweg. Und wer sie erkennt, kann in Ruhe entscheiden, ob er mitgeht.
So arbeiten wir daranDie Angst, nicht zu genügen
Du gibst etwas ab und siehst sofort, was besser hätte sein können. Das gelingt dir bei allem, jedes Mal. Und weil du es jedes Mal findest, ist nie etwas einfach fertig.
„Da wäre noch mehr drin gewesen.“
Über die Jahre knabbert das an dir. Irgendwann fängst du Dinge gar nicht mehr an, weil du schon vorher weißt, dass sie deinem Anspruch nicht standhalten. Von außen sieht das aus wie Gelassenheit. Von innen ist es Stillstand.
Das ist keine Charakterfrage, sondern eine Frage der Messlatte. Wer sein Ergebnis an etwas festmacht, das er nicht in der Hand hat, an der Reaktion anderer, an einer Zahl, an dem Gefühl von hinterher, der stellt sich selbst ein Bein.
Wir legen deshalb vorher fest, woran du erkennst, dass es gut war, und was überhaupt in deiner Kontrolle lag. Dass du das Thema angesprochen hast, ist ein Ergebnis. Aber nur, wenn du es vorher als eines benannt hast. Sonst zählt es hinterher nicht.
So arbeiten wir daranKennst du das?
Damit wir uns nicht missverstehen
Ich arbeite mit gesunden Menschen, die einen anderen Umgang mit ihren eigenen Gefühlen suchen. Klinische Krankheitsbilder behandle ich nicht. Das darf ich nicht, und ich will es auch nicht. Wenn im Vorgespräch herauskommt, dass du etwas anderes brauchst, sage ich es dir und helfe dir, die richtige Stelle zu finden. Das kostet dich nichts.
Wenn es dir gerade akut schlecht geht, brauchst du schnellere Hilfe als meine: Telefonseelsorge 0800 111 0 111, kostenlos und rund um die Uhr, im Notfall die 112.
Das ist der Normalfall. Die wenigsten Menschen finden ihre Situation in einer Liste wieder. Ruf an, dann sortieren wir das in zwanzig Minuten gemeinsam.